Der Zusammenbau eines PCs beginnt mit der Auswahl des Prozessors. Der zweite wichtige Schritt ist die Auswahl eines kompatiblen Mainboards mit dem passenden Netzteil, das in das PC-Gehäuse passt. Netzteilhersteller wissen, dass Nutzer je nach Gehäuse unterschiedliche Netzteilgrößen benötigen. Daher gibt es drei Hauptformfaktoren: ATX, SFX und SFX-L. Die Änderung des Formfaktors eines Netzteils bei gleichbleibender Leistung birgt einige Herausforderungen. Dies kann die Miniaturisierung von Komponenten erfordern, was die Kosten erhöht. Kleinere Lüfter benötigen zudem höhere Drehzahlen, was die Geräuschentwicklung des PCs verstärken kann.
Dieser Artikel behandelt die Feinheiten der Bauformen und erläutert deren Anwendbarkeit sowie technische Aspekte. Am Ende des Artikels wissen unsere Leser genau, welches Netzteil für ihren Anwendungsfall am besten geeignet ist. Beginnen wir mit den Grundlagen: Wer kontrolliert und standardisiert die Bauformen?
Intel ist führend in der Standardisierung von Netzteilen. Sie entwickelten 1995 den ATX-Standard (Advanced Technology eXtended). Seitdem haben sie ihr Design kontinuierlich verbessert, zuletzt mit ATX 3.1. Intel ist außerdem für die Entwicklung weiterer kompakter Standards verantwortlich, darunter:
● SFX (Small Form Factor): Entwickelt für kompakte Mini-ITX-Systeme.
● TFX (Thin Form Factor): Entwickelt für ultradünne Desktop-PCs.
● FlexATX: Wird in unkonventionellen oder schlanken Gehäusen verwendet
In einigen Fällen bringen Hersteller eigene Designs auf den Markt, die Modifikationen des Standards darstellen. Der Markt folgt diesen jedoch als Trend und übernimmt sie als inoffiziellen De-facto-Standard.
● SFX-L: Kein offizieller Formfaktor von Intel. SilverStone führte ihn 2014 ein. Dabei wurde die Länge des Intel-Standards um 30 mm verlängert, um einen leiseren Betrieb zu ermöglichen. Seitdem hat er sich branchenweit weit verbreitet. ESGAMING bietet es als Standardoption in seinem Produktsortiment an.
Die Hersteller sind verpflichtet, die von Intel oder der SSI festgelegten strengen Standards einzuhalten. Netzteil (Netzteil-)Designrichtlinien zur Gewährleistung der Interoperabilität verschiedener PC-Komponenten. Gemäß den Regeln:
● Physikalische Abmessungen: Das Netzteil muss präzise Spezifikationen (Breite × Höhe × Tiefe) aufweisen, um in ein passendes PC-Gehäuse zu passen.
● Befestigungspunkte: Wo sich die Schraubenlöcher genau befinden.
● Kabel: Die verschiedenen Arten von Kabeln, die benötigt werden, wie zum Beispiel der 24-polige Anschluss für Motherboards oder PCIe-Anschlüsse für Grafikprozessoren.
● Elektrische Merkmale: Zum Beispiel eine „Power Good“-Anzeige und Spannungsstabilität.
Formfaktor | Primäres Leitungsgremium | Typische Abmessungen in mm (B × H × T) | Am besten geeignet für |
ATX PS/2 | Intel | 150 × 86 × 140 | Standard-Desktop-PCs |
SFX | Intel | 125 × 63,5 × 100 | Small Form Factor (Mini-ITX)-Systeme |
SFX-L | Silberstein | 125 × 63,5 × 130 | Kleinere Systeme, die leisere, größere Lüfter benötigen |
TFX | Intel | 85 × 65 × 175 | Schlanke und flache Media-PCs |
EPS12V | SSI-Forum | 150 × 86 × 230 | Workstations und Rack-Server |
Abmessungen: 150 mm (B) × 86 mm (H) × 140 mm+ (T)
Für die meisten Midi-Tower-, Full-Tower- und Standard-Micro-ATX-Desktop-Gehäuse ist das ATX-Netzteil ideal. Breite und Höhe des Netzteils sind durch Intels Standards streng vorgegeben, die Tiefe hingegen ist variabel. Bei Einsteiger-Netzteilen beträgt sie üblicherweise 140 mm, während High-End-Systeme für Enthusiasten bis zu 200 mm tief sein können. Daher sollte jeder Käufer vor dem Kauf die Tiefe des Netzteils beachten und die Kompatibilität mit dem PC-Gehäuse prüfen. Dank seiner größeren Abmessungen bietet es Platz für größere Lüfter und ist somit die leiseste Option.
Vorteile:
● Kühlung: Massive 140-mm-Lüfter
● Geräuschpegel: Auch unter hoher Last geräuschlos.
● Langlebigkeit: Kühlere Teile halten länger
● Installation: Einfach in Standardgehäusen
● Ersatzteil: Universell überall erhältlich
● Ästhetik: Füllt große Gehäuse perfekt aus
Nachteile:
● Platzbedarf: Enorme Gehäusegröße
● Installation: In kompakten Bauten unmöglich
Abmessungen: 125 mm (B) × 63,5 mm (H) × 100 mm (T)
SFX-Gehäuse eignen sich, wie der Name schon sagt, für kompakte Systeme. Sie sind oft die erste Wahl für Nutzer mit Mini-ITX-Mainboards und beengten Gehäuseabmessungen. Am besten eignen sie sich für Sandwich- oder Konsolen-SFF-Gehäuse. Typischerweise werden sie in Gehäusen unter 10 Litern Volumen eingesetzt. Die Einbautiefe von SFX-Gehäusen ist in der Regel begrenzt. Die maximale Einbautiefe von 100 mm beschränkt die Lüftergröße auf 92 mm. Dies kann zu höheren Lüfterdrehzahlen und damit zu einer merklich höheren Geräuschentwicklung führen.
Vorteile:
● Platzbedarf: Unübertroffen kompakte Stellfläche
● Installation: Kurze Kabel reduzieren Kabelsalat
● Ästhetik: Ideal für minimalistische Bauten
Nachteile:
● Kühlung: Wird unter Last heißer.
● Geräuschentwicklung: Kleine Lüfter erzeugen ein lautes Surren
● Langlebigkeit: Thermische Belastung schädigt die Bauteile
● Ersatz: Teuer, schwerer zu finden
Abmessungen: 125 mm (B) × 63,5 mm (H) × 130 mm (T)
Das SFX-L-Format wurde von SilverStone entwickelt und später von anderen Branchengrößen als Standard übernommen. Es handelt sich dabei um eine leicht modifizierte Version des SFX-Designs mit einer um 30 mm größeren Einbautiefe. Dies ermöglicht den Einbau eines 120-mm-Lüfters. Dadurch wird die Geräuschentwicklung des Netzteils deutlich verbessert und der Flaschenhals in der Wärmeableitung beseitigt. Ein Nachteil ist jedoch der eingeschränkte Platz für die Kabelführung hinter dem Netzteil.
Vorteile:
● Kühlung: Geeignet für leisere 120-mm-Lüfter
● Geräuschentwicklung: Deutlich leiser als SFX.
● Langlebigkeit: Bessere Luftzirkulation verlängert die Lebensdauer
Nachteile:
● Raum: Ungünstige Mittelmaße
● Installation: Zu große Tiefe quetscht Kabel
● Ersatzteil: Seltenster Standard auf dem Markt
Metrisch | ATX | SFX | SFX-L |
Kühlleistung | ⭐⭐⭐⭐⭐ (Am besten) | ⭐⭐⭐ (Wird heiß) | ⭐⭐⭐⭐ (Gut) |
Akustisches Profil | ⭐⭐⭐⭐⭐ (Nahezu lautlos) | ⭐⭐ (Am lautesten) | ⭐⭐⭐⭐ (Ruhig) |
Raumeffizienz | ⭐ (Massiver Flächenbedarf) | ⭐⭐⭐⭐⭐ (Winziger Platzbedarf) | ⭐⭐⭐ (Kompromittiert) |
Erwartete Lebensdauer | ⭐⭐⭐⭐⭐ (10+ Jahre Garantie) | ⭐⭐⭐ (Mehr thermische Belastung) | ⭐⭐⭐⭐ (Bessere Luftzirkulation als bei SFX) |
einfache Installation | ⭐⭐⭐⭐ (Einfach, lange Kabel) | ⭐⭐⭐⭐ (Einfach in SFF) | ⭐⭐ (Kabelquetschgefahr) |
Ersatzzugang | ⭐⭐⭐⭐⭐ (Überall) | ⭐⭐⭐ (überwiegend online) | ⭐ (Seltene, limitierte Modelle) |
Es sind viele Formfaktoren verfügbar für Netzteil ATX, SFX und SFX-L sind die beliebtesten Gehäuseformate. Das liegt vor allem an ihrem ausgewogenen Verhältnis von Leistung und Kompatibilität. ATX ist das älteste dieser Formate und bietet in allen Kriterien außer dem Platzbedarf die beste Leistung. Es ist das ideale Formfaktor für professionelle Gamer und Kreative. SFX und SFX-L hingegen legen Wert auf optimale Platzausnutzung, gehen aber bei anderen Faktoren Kompromisse ein.
Für PC-Bastler ist es entscheidend, die idealen Abmessungen für ihr PC-Gehäuse zu finden. Es muss sowohl die Anforderungen an die Abmessungen als auch an die Stromversorgung erfüllen. Kleinere Gehäuseformen bieten oft eine geringere Leistung und Effizienz. Selbst wenn sie eine hohe Effizienz aufweisen, sind sie in der Regel teurer und erzeugen mehr Lärm. ATX ist die ideale Wahl für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Unabhängig von der Gehäuseform sollten Sie immer auf einen zuverlässigen Netzteilhersteller achten, der standardisierte, 80 PLUS-zertifizierte Netzteile anbietet. Für ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis empfehlen wir Netzteile von ESGAMING – sie vereinen hochwertiges Design mit modernen Funktionen und bieten die perfekte Kombination aus Leistung, ansprechendem Aussehen und einfacher Installation.
Weitere Informationen finden Sie unter www.esgamingpc.com